Mittwoch, 6. Mai 2015

Der Frühling und die baren Füße!

Frühling
Meine Lieblingsjahreszeit ist angebrochen. Der Übergang von Winter auf Frühling kam mir dieses extrem lang vor. Letztes Jahr wurden wir ja verwöhnt, da der Winter eigentlich gar nicht vorhanden war, kam der Frühling um so früher. Das hat mir Persöhnlich gut gefallen.

Dieses Jahr hat der Frühling sich mehr Zeit gelassen. Aber jetzt ist er ja da. Gott sei Dank. In den letzten Tagen ist es angenehm warm. Es kommen hier und da mal Gewitter und Regenabschnitte, aber bis auf ein paar ausnahmen sind die Tage schön angenehm. Hier bei uns hat es in den letzten Tagen sehr viel Geregnet. Zum teil mit heftigen Gewitter wie ich es schon lange nicht mehr gesehen habe. Die Wiesen sind gesättigt mit Wasser und können nichts mehr aufnehmen. Viele kleine und größere Bäche fliesen nun an Wegrändern entlang oder suchen sich sonst wo seinen Weg.
Als Schuträger habe ich immer einen großen Bogen um diese "Bächlein" gemacht, meine Schuhe könnten ja nass werden. Aber jetzt als Barfußläuferin bringen sie richtig Spaß.
Als ich kürzlich wieder mit meiner Hundedame auf Gassitour war, durchquerten wir einige dieser "Bäche".
Es ist einfach herrlich da durch zu laufen und das angenehme leicht erwärmte Wasser sich um die Füße spülen zu lassen.
GUT- Fina hat mich zum Teil angeschaut als wolle sie sagen: " Gehts noch?"  Aber es hat echt Spaß gemacht.
Durchs Wasser laufen macht Spaß

Fina läuft im trockenen :-)
An einer kleinen Steigerung auf unserer Gassirunde, kam das Wasser aus einer Wiese "geschossen" um als lustiger kleiner Bach den Weg entlang zu fließen. Ich konnte einfach nicht anders und ging patschend durch das Wasser der Quelle entgegen.Während Fina auf der trocken Seite lief, durchquerte ich dieses kleine Bächlein mit den blosen Füßen. Das Wasser sprudelte mir nur so um die Zehen. Es war herrlich. Ich hätte noch ewig so weiter laufen können. Es war wie eine Erfrischung für den ganzen Körper. Ein Bad mit den Füßen der den ganzen Körper erquikt. Herrje das liest sich jetzt bestimmt blöd, aber es ist echt schwer diese Gefühl zu beschreiben.
Und da komme ich schon wieder zu dem Punkt, wo mir die Schuhträger leid tun. Es gibt so viele tolle Erlebnisse die man Barfüßig erlebt, die den Schuhträgern verborgen bleiben.
Leider ist auch keiner dazu bereit einfach mal die Schuhe aus zu ziehen um genau das zu erleben. Lieber trampeln sie dick verpackt durch die Gegend, auch wenn sie mein Barfußlaufen oft bewundern.
Manchmal möchte ich die Schuhträger einfach nur schütteln. Sie wach schütteln. Ihnen zeigen, wie schön das sein kann. Aber gut, da hätte ich echt viel zu tun. :-)) Und schließlich ist jeder seines Glückes Schmied, nicht wahr?
Es gibt noch ein Vorteil wenn es geregnet hat. Die Schotterwege, die es hier bei uns im Süden mehr als genug gibt, sind jetzt ein bisschen "weicher". Dadurch das der Regen den Boden aufgeweicht hat, sind die Steine auch nicht mehr so Angriffslustig, und bohren sich doch lieber in die Erde als in die Fußsohle. Wenn man schon ein bisschen geübt ist, so wie ich nach über einem Jahr Barfußlaufen, macht einem dieser Belag der sonst unerbittlich ist nicht mehr so viel aus. Wer hätte das gedacht das ich so was mal sage. Aber keine Sorge,wenn der Boden wieder ausgetrocknet ist, schimpfe ich bestimmt wieder über die fiesen kleinen Steinchen. ;-) Spätestens wenn es nass und kalt ist. :-(
Der Frühling bring also nicht nur den Augen, in Form von Blühenden Wiesen und Bäumen Freude, sondern auch den Füßen, sofern man sie den lässt.
Ich kann es nur immer wieder in die Welt hinaus "schreien" probiert es aus, ihr werdet erstaut sein wie toll das ist.
Es ist nicht nicht nur angenehm zu laufen, sondern reinigt auch die Füße ;-)

Blühender Apfelbaum
Wer es nicht Probiert weiß nicht wie es ist....



Samstag, 21. März 2015

Raus aus der Winterstarre rein in den Frühling!

Barfüßigt in den Frühling
Ach herrje wie die Zeit vergeht. Jetzt haben wir schon wieder mitte März und ich habe meine Blog sehr vernachläßigt. Genauer gesagt bin ich zur Zeit extrem Schreibfaul. :-)
Es ist aber auch so, das das Barfuß laufen echt "Normal" wird. Die Geschichten wiederholen sich und so viel neues passiert gar nicht.
In letzter Zeit hat mich nur genervt, das die Stadt immer so lange braucht, bis sie die Wege von den von mir verhassten Streusplit säubert. Das Wetter ist bei uns schon seid einiger Zeit sehr schön und es bestand kein Grund, das noch irgendwelches Streugut auf den Wegen rum liegt. Aber gut, leider ist es ja so das es die Schuhträger nicht im geringsten stört. Wobei ich sagen muss, das es mich auch als Schuhträgerin schon gestört hat. Ständig hast du diese Kieselsteine in der Wohnung weil sie im Profil der Schuhe hängen gelieben sind, um sich dann zuhause fallen zu lassen. Das hat sich dieses Jahr auf die Hälfte minimiert, da ja Sohnemann und ich keine Steinchen mehr mit nach Hause bringen.
Dafür müssen wir leiden wenn wir draußen sind. Ich habe manchmal schon Umwege benutzt um die Streupisten zu umgehen so fern es irgendwie geht.
Jetzt aber ist auch unsere Stadt aus der Winterstarre erwacht und hat schon sehr viele (nicht alle) Wege vom Streusplit befreit. Was für eine Erleichterung. Endlich macht es wieder richtig Spaß, auf baren Sohlen daher zu kommen.
Ich liebe den Frühling. Alles erwacht, das Wetter wird besser, die Sonne ist noch angenehm warm und die Laune wird auch wieder besser. Die ersten zarten Plänzchen und Blümchen erscheinen es ist einfach eine Wohltat. Die Vögel haben ja schon den Frühling angekündigt, da lag bei uns noch Schnee und es war kalt. Ich dachte schon, die spinnen die Vögel, doch wie immer hatten sie Recht und der Frühling verscheuchte den Winter. 







Die ersten Frühlingsboten :-)











Auch wenn es die Tage wieder ein bisschen kälter werden soll, hat sich das Frühlingsgefühl bei mir eingestellt.
Keine Notschuhe (Surflinge) mehr, kein überlegen ob ich es Barfüßig schaffe länger draußen zu bleiben. Nein, jetzt muss ich nur noch entscheiden ob ich eine Jacke brauche oder nicht. Es ist herrlich!
Es hat mich doch ziehmlich genervt, das ich es nicht wirklich schaffe, auch im Winter zu 100% Barfüßig zu bleiben. Nässe und Kälte halte ich einfach nicht aus. Und dann noch der Split... :-(
Ich war immer ganz froh wenn es trockene Tage gab, dann nämlich habe ich die Surflinge zuhause gelassen und bin Barfüßig los.  Zumindest kann ich behaupten, das ich auch im Winter Barfuß laufe, halt mit Einschränkungen. ;-)
Ich habe festgetellt das, wenn ich ein paar Tage nur Surflinge anhatte weil das Wetter nicht mitspielte, war ich echt genervt. Es ist halt trotzdem wie Schuhe an haben. Zwar nicht so extrem, aber mir war es trotzdem zu viel.
Jetzt ist das alles Gott sei Dank wieder vorbei und ich bin wieder frei!!!! :-)   ENDLICH !!!!
Dadurch das ich doch relativ viel meine Surflinge anhatte, zwecks Schnee, sind meine Fußsohlen auch wieder empfindlicher geworden, das ärgert mich am meisten.
Meine Fußsohlen sind zwar viel robuster als noch vor einem Jahr, aber für meinen Geschmack ist die Lederhaut noch zu wenig ausgebildet. Ich hoffe das sich da noch was tut. Ich bin nun mal nicht sehr geduldig. Ich denke auch das dass bei jedem anders ist. Zumindest kann ich, bei trockenem Wetter, über jeden Belag laufen. Das ist doch auch schon mal ein großer Fortschritt.
Es gibt zwar Tage da ist es anstrengender als an anderen, aber immerhin habe ich mir schon eine Ledersohle erlaufen. Sehen wir es Positiv. :-))
Ich bin gespannt ob es in diesem Jahr noch ein bisschen besser wird, ob die Sohle noch ein Stück unempfindlicher wird. Schön wäre es ja. Wir werden sehen.
Jetzt genieße ich erst einmal den Fühling, den ich auf baren Sohlen entgegen gehe.
Meine Empfehlung an alle die keine Barfüßler sind: Versucht es doch auch einmal. Der Boden ist schon angenehm warm, ihr werdet staunen. Es ist ein tolles Gefühl nicht nur die dicken Winterjacken in den Schrank hängen zu können, sondern auch die Klötze von Schuhen könnt ihr getrost einmotten. Spürt die Freiheit an euren Füßen!!

Barfuß im Frühling. Jetzt macht es wieder Spaß!!

Donnerstag, 15. Januar 2015

Ein Jahr Barfuß im Alltag!

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Am 15. Januar ist es doch schon wieder ein Jahr her, das ich die Schuhe in die Ecke geschmissen habe, und anfing auch im Alltag Barfuß zu laufen.
Kurz darauf später hatte ich mir überlegt, es wäre doch sicherlich Interessant alles auf zu schreiben was ich so Barfüßig erlebe. Da ich meist auch Tagebücher schreibe wenn wir verreisen, weiß ich, das man sehr viel wieder vergisst und es toll ist wenn es niedergeschrieben wurde. Also fing ich an am 1.März  meinen ersten Artikel für meinen Blog zu verfassen und Online zu gehen.
Natürlich hofft man, wenn man einen Blog hat das sich der eine oder andere Leser einfindet. Doch das ich es geschafft habe so viele regelmäßige Leser zu gewinnen, damit habe ich nicht gerechnet.
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An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Lesern recht Herzlich für die Treue bedanken! Ich hoffe das ich euch auch in Zukunft gut unterhalten kann und ihr mir auch weiterhin treu bleibt. :-)
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Es ist wunderbar zu wissen das es Leute gibt die sich für das Barfuß laufen interessieren. Was mich noch mehr freut ist, wenn sich Menschen durch mein Blog animiert fühlen, es auch mal selbst zu versuchen. Und dass nicht nur Zu hause, sondern draußen, in der Stadt, beim Spazieren gehen oder Wandern, einfach überall.
Immer Barfüßig sein ist toll!
Auch wenn es immer wieder Leute gab und gibt, die es sichtlich doof fanden das ich Barfüßig lebe, so habe ich aber meistens gute Erfahrungen gemacht. Sehr viele Menschen haben ein Interesse daran wie es den ist, Barfüßig zu sein. Während ich als Schuhträger zum Teil gar nicht wahrgenommen wurde, bin ich jetzt doch sehr präsent. Auch einen Spitznamen hat man mir Verpasst. Treffender Weiße werde ich nun Frau Barfuß genannt. Ich finde den Namen witzig und verwende ihn nun selbst. Sehr oft wurde ich angesprochen. Meinen Höhepunkt hatte ich, als das in der Zeitung stand. Ab da kannte mich wirklich so gut wie jeder und es verging kein Tag an dem ich nicht angesprochen wurde. Noch heute, ein viertel Jahr später, werde ich oft gefragt: Sind sie nicht die aus der Zeitung? oder, Sie sind Frau Barfuß! - Ja, die bin ich :-)
Auch auf den Fernsehbericht von Odysso werde ich des öfteren angesprochen. Was mich besonders freut, das ich beim Bericht in der Zeitung als auch im Fernsehen wohl sehr Positiv in den Köpfen der Menschen in Erinnerung geblieben bin. Immer wieder wird mir mitgeteilt, das es als gut empfunden wurde, dass ich so "Normal" bin. Das heißt, die Leute fanden es gut das ich kein Hippie oder sonst irgendwie ein schräger Vogel bin. Das ich vermittelt habe, das es ganz "Normal" bzw. natürlich ist, Barfuß zu gehen. Das finde ich besonders gut, denn genau das ist in meinem Sinne.

Als ich mit dem Barfuß laufen anfing, hatte ich keine Vorstellung davon wieviel es von "uns" gibt. Am Anfang war es sehr mühselig etwas über das Barfuß laufen im Netz zu finden.
Doch mit der Zeit entdeckte ich immer mehr Internetseiten von Leuten die auch einen Blog unterschiedlichster Art führen. Das finde ich Großartig. Auch habe ich zwei Barfußforen gefunden bei denen man auf gleichgesinnte stoßt. Eigentlich bin ich ja kein Forummensch, aber die Leute dort schienen mir so nett das ich mich für ein Forum entschied und angemeldet habe.
Im Hobby Barfuß!-Forum bekommt man in der Regel immer schnell eine Antwort auf eine gestellte Frage. Viele Unterschiedliche Typen sind dort zu finden, was das Forum sehr Interessant macht.
Es gibt einen auch ein gutes Gefühl- Man ist nicht allein.

Wenn ich heute nach einem Jahr zurückblicke, bin ich doch ein bisschen Stolz auf mich, das ich das so durchgezogen habe. Mit nur wenigen Ausnahmen, habe ich es geschafft fast das ganze Jahr Barfüßig zu sein. Schon allein dass ist ein Großartiges Gefühl. Es geht sogar soweit, das mich es enorm ärgert, wenn das Wetter mir einen Strich durch die Rechnung macht und mich in meine Minimalschuhe zwingt.
Meine Minimalschuhe
Nässe in Verbindung mit Kälte geht oft überhaupt nicht ( Kälte und Trockenheit geht gut). Am schlimmsten ist es wenn dann noch (gefühlt) Tonnenweise Streusplitt auf den Gehwegen und Brücken liegt. Daran werde ich mich wohl nie gewöhnen. Das tut einfach nur Weh an den Fußsohlen.
Streusplitt geht gar nicht!
Gespannt war ich auch auf den Winter wenn es Schneit. Der erste Schnee war eine Enttäuschung. Er war sehr nass und kalt und es hat Richtig weh getan. "Bissige Kälte" trifft den Nagel auf den Kopf. Ich hatte das Gefühl der Schnee will mir meine Füße "weg Fressen".
Als es am 2. Weihnachtsfeiertag erneut anfing zu Schneien, testete ich den Schnee erneut. Dieses mal war er ganz anders. Dieses mal war er weich und angenehm zu gehen. Gut- ich hätte jetzt nicht ewig im Schnee spazieren gehen können, weil auch da die Füße irgendwann so kalt werden das es weh tut, aber auf kurzer Strecke war es echt schön.
Pulverschnee ist schön weich.
Dennoch bin ich froh wenn es wieder aufwärts geht mit den Temperaturen und die Stadtverwaltung endlich anordnet den Streusplitt wieder ein zu sammeln. Dann ist es wieder ein Traum Barfüßig zu sein und es gibt wirklich keinen Grund mehr, Minimalschuhe an zu ziehen.
Als ich vor einem Jahr die Schuhe in die Ecke geworfen habe, hatte ich wie alle anderen auch noch ganz weiche Fußsohlen. Ich hatte im Netz gelesen das die Sohlen mit der Zeit Ledrig werden. Ungeduldig wie ich nun mal bin konnte ich es kaum abwarten bis es soweit war. Man sollte wirklich langsam mit dem Barfuß laufen anfangen, ansonsten läuft man Gefahr sich zu verletzten oder sich eine Blase zu laufen da die Sohle ja noch nicht widerstandsfähig ist. So ist es auch mir ergangen. Ich hatte es geschafft mir eine Blase zu erlaufen (Eigentlich zwei- an jeden Ballen eine). Das war natürlich dumm und es war mir eine Lehre. Fortan war ich vorsichtiger und hab zu Not auch Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.
Vorsichtsmaßnahmen
Nach zirka einen halben Jahr bemerkte ich dann, das meine Fußsohlen sich verändert hatten. Sie waren viel robuster geworden und die meisten Untergründe konnte ich nun Problemlos begehen. Das ist ein tolles Gefühl und ich bin Stolz auf meine Füße. Da ich jetzt eine leichte Ledersohle habe (ich hoffe es wird mit der Zeit noch mehr) merke ich so richtig was die Füße alles aushalten können und zu was sie fähig sind. Das ist schon erstaunlich.
Wenn man diese Erfahrung gemacht hat, fragt man sich, warum der Mensch auf die blöde Idee mit den Schuhen kam. Kein Schuh der Welt kann das leisten was der Fuß leisten kann. Trotzdem stecken Millionen, ach was, Milliarden von Menschen ihre Füße in die Schuhe und töten sie fast ab.
Versteht mich nicht falsch, manchmal muss man seine Füße schützen. Aber nicht mit Schuhen so wie wir sie kennen. Diese machen eigentlich eher alles kaputt als das sie schützen (siehe Fußkrankheiten und noch vieles mehr).
Rückblickend bin ich froh das ich die Entscheidung getroffen habe, fortan Barfüßig zu leben. Es ist definitiv eine Bereicherung in meinem Leben. Auch bin ich froh alles niedergeschrieben zu haben, denn ich lese selbst ab und zu gerne in meinem Blog und muss über die Anfänge schmunzeln.
Auch die Art und Weiße wie ich meinen Blog führe. Am Anfang waren meine Artikel recht kurz. Inzwischen habe ich mich zu einer Plaudertasche entwickelt und die Beiträge werden immer länger. :-) Naja, dann habt ihr wenigstens was zum lesen ;-)
Alles in einem macht es Spaß. Es macht Spaß Barfüßig zu leben und es macht Spaß es hier nieder zu schreiben. Ok, zugegebener Maße bin ich auch oft Faul. Es könnten ein paar Berichte mehr drin stehen. Aber was solls. Fakt ist - ich werde weiter machen. Es gibt ja immer wieder was zu berichten, auch wenn das Barfuß laufen immer "Normaler" wird. Die Berichte werden vielleicht anders werden, aber ich hoffe nicht weniger Interessant.
In diesem Sinne freue ich mich auf ein weiteres Barfüßiges Jahr...









Donnerstag, 8. Januar 2015

Neoprensocken als Ersatzschuh???

Ich mag ihn immer noch nicht, den Streukies :-(
Inzwischen ist ja bekannt das ich Barfuß laufe, weil ich unter anderem Schuhe nicht mag. Sie sind unbequem, zu eng, zu klein oder was auch immer. Den richtigen Schuh gibt es nicht auch, wenn sich das viele einreden wollen. Barfuß laufen ist das beste was man sich "antun" kann. Was aber, wenn man in eine Situation kommt, wo man die Füße schützen muss oder will?
Es gibt ja durchaus Gebiete auf dieser Erde wo man das ganze Jahr Barfüßig bleiben kann. Doch in unseren Breitengraden ist das doch manchmal eine Herausforderung. Der Winter ist nun nicht jedermann Sache. Es ist oft nass und kalt, der Schnee kann zwar kurzfristig sehr angenehm sein, doch nur für kurze Strecken. Dann kommt noch hinzu das hier zu Lande sehr viel Streukies gestreut wird und das ist das Schlimmste überhaupt. Es ist sehr unangenehm, ja es tut sogar manchmal Richtig weh wenn man darüber laufen muss. Eine Lösung muss her.
Jetzt habe ich schon ein bisschen Erfahrung mit Minimalschuhen. Im Winter wenn ich die Kälte nicht aushalte ziehe ich meine Surferneopren an.
Surferneopren
Sockenschuhe
Zwischendurch wenn es nicht ganz so nass ist auch mal meine Sockenschuhe. Mit diesen Minimalschuhen komme ich ganz gut zurecht. Wenn wir Ausflüge machen und ich auf eine Öffentliche Toilette muss ziehe ich mir auch ganz gerne was über meine Füße, weil die Sauberkeit in Damentoiletten meistens zu wünschen übrig lassen. Da stoße ich echt an meine Grenzen. In diesem Fall habe ich immer meine "Schlepperle" dabei.
Schläpperle
Jetzt habe ich zufällig im Internet Neoprensocken gefunden. Ich fand die auf den ersten Blick sehr Interessant. Sowieso weil man sie sehr klein Zusammenrollen kann, was zum Vorteil hat, dass wenn man unterwegs ist, kann man diese Socken in die kleinste Tasche stopfen.
Diese Neoprensocken kosten im Netz zwischen 5,60 und 5,80 Euro und kommen aus Korea.
Bei diesem Preis, so dachte ich mir, kannst du nicht viel falsch machen. Also bestellte ich sie mir und nach ca. 2Wochen waren sie da.
Neoprensocken
Sie waren in einer Plastiktüte verpackt und machten beim auspacken einen vernünftigen Eindruck.
Leider sind die Größenangaben im Netz ein bisschen.... "schwierig"!
Eigentlich habe ich Schuhgröße 39. Also eine gängige Größe. Im Netz waren für den gleichen Artikel unterschiedliche Angaben zu finden. Der gleiche Anbieter bei E-Bay listete die Socken einmal von Gr. 37,5-39 und auf einem zweiten Angebot 36,5-38. Beide als Größe L ausgezeichnet.
Hmmm... das hat mich ein bisschen verwirrt.  Ich hab dann das Angebot bestellt das mit Größe 39 ausgezeichnet war in der Hoffnung das sie Passen.
Nun hatte ich sie also vor mir liegen. Das Material fühlt sich gut an. Ich zog sie an und merkte schnell, das sich die Koreaner mit unseren Schuhgrößen wohl noch nicht so stark auseinander gesetzt haben.Die Socken sind, sagen wir mal sehr eng anliegend. Sie hätten Ruhig eine Größe größer sein können. Doch die nächste Größe wären 41-42,5 gewesen. Das wäre Theoretisch zu groß für meine Füße. Da der Stoff sich auch an den Füßen eigentlich ganz gut an gefühlt hat, haben die Socken noch eine Chance von mir bekommen.
Sie fühlen sich eigentlich ganz gut an
Wenn auch eng, dennoch relativ bequem
An diesem Tag war es wieder mal nass und kalt. Also eine gute Gelegenheit die Neoprensocken zu testen. Natürlich ist nichts so wie Barfußlaufen aber diese Socken kommen dem schon sehr nahe. Da die Sohle sehr dünn ist kann man alle Unebenheiten vom Boden spüren. Auch über Schotterlaufen oder Streusplitt ist ein Erlebnis für sich. Man kann noch jedes Steinchen spüren aber es schmerzt nicht mehr. Gar nicht so übel, dachte ich mir.
Doch im Endeffekt bleiben es nur Socken. Bei Nässe sind diese nämlich ratz fatz nass. Langsam schleicht sich die Feuchtigkeit erst in den Stoff hinein und dann in die Füße. Es war ein Gefühl als hätte ich meine Füße etwas zu lange im Fußbad stecken lassen. Ich musste doch direkt nachsehen ob sich nicht Schwimmhäute gebildet hatten :-) Das hat das ganze ein bisschen unangenehm gemacht.
Der Stoff saugt die Nässe auf

Schnell hat man nasse Füße

Ein Schuhersatz sind die Neoprensocken definitiv nicht. Selbst als Minimalschuhe sind sie nur bedingt zu gebrauchen.
Ich habe sie jetzt immer in meiner Jackentasche falls mal ein Notfall eintrifft. Für Damentoiletten sind sie auf alle Fälle geeignet oder eben für kürzere anspruchsvolle Strecken.
Klein zusammenrollbar

Socken um gestülpt passen sie in die kleinste Tasche

Auf meine Minimalschuhe, die ich im Winter benutze, möchte ich nicht verzichten. Aber wenn Not am Mann/Frau ist sind sie doch besser als nichts.


Sonntag, 4. Januar 2015

Silvester im Tiefschnee!

Silvesterpartys mit vielen Leuten, Musik, und Essen ist so gar nicht mehr mein Ding. Lieber sitze ich zuhause mit Schatzi und Fina vor dem Fernsehen und rutsche gaaanz gemütlich ins neue Jahr.
Silvester in Lindau und Nonnenhorn
So auch dieses Jahr. Nur mit dem Unterschied das wir beschlossen hatten das neue Jahr am Bodensee zu verbringen. In Nonnenhorn gibt es ein Gästehaus in dem wir immer ganz gerne Urlaub machen. Die Leute dort sind nett, die Wohnung ist auch gemütlich und man darf Hunde kostenlos mitbringen. Das finde ich ganz wichtig. Auserdem ist man mit dem Zug (mit dem man Dank Gästekarte kostenlos fahren darf) in 10 Minuten in Lindau.
Gästehaus Bodensee
Meine Jungs hat unsere Entscheidung gefreut. Denn ich hatte ihnen erlaubt mit ihrem Cousin bei uns zuhause alleine Silvester zu feiern.
Bei der Buchung war ich noch überzeugt das dieser Winter wieder nicht so streng werden würde, doch es kam ganz anders.
Bisher war es ein gutes Barfußjahr. Bald habe ich sogar mein Einjähriges. Wow, wie schnell die Zeit vergeht. Die Temperaturen haben mich nur selten in meine Minimalschuhe gezwungen und ich war gespannt wie es diesen Winter weiter geht.
Der erste Schnee war so schnell weg wie er gekommen ist. Dannach war es wieder Barfußtauglich.
Doch.... am zweiten Weihnachtsfeiertag fing es an zu Schneien und es schien mir gerade so, als ob es nicht mehr aufhören wollte.Herrje, bei diesem Wetter an den Bodensee fahren? Na das wird lustig.
Am 30. Dezember war es dann soweit. Wir packten unser Auto voll ( ja ich schaffe das immer wieder) und fuhren los. Schatzi meinte schon:" Mensch, wir fahren nur für vier Tage weg und du hast Gepäck dabei als wolltest du für Wochen nach Mallorca." Ja, das schon, aber ich brauche das alles. Ich spare zwar an Schuhen im Gepäck ( weil keine vorhanden- Minimalschuhe zählen nicht) aber man kann noch viele andere Sachen mitnehmen :-).
Klamotten sind da bei mir am wenigsten dabei. Aber da wir in einer Wohnung unseren Urlaub verbringen, muss ich ja Essen mitnehmen, auch für Fina und noch andere Diverse Sachen. Ich will ja auf nichts verzichten.
Aber wenn man mit dem Auto wegfährt, geht das ja alles.Also setzten wir uns ins Auto und fuhren los. In Balingen schneite es wieder und die Straßenverhältnisse waren eine Katastrophe. Das geht ja schon gut los.
Bis nach Nonnenhorn fahren wir in der Regel ca. zwei Stunden. Normalerweise!!! Aber was war an diesem Tag schon normal?! Der Schneefall brach nicht ab. Die einzige Strecke die gut zu fahren war, weil der Räumdienst seine Arbeit gut gemacht hat, war zwischen Winterlingen und Sigmaringen. Der Rest war eine Katastrophe. Nur sehr langsam kamen wir voran. An zwei Unfällen mit Blechschaden sind wir vorbei gefahren. Man ist da schon sehr angespannt. Nach drei Stunden hatten wir unser Ziel endlich erreicht.
Wir waren echt froh heil dort angekommen zu sein. Wir waren uns sicher: So was machen wir nicht nochmal. Falls wir je wieder mal im Winter einen Urlaub planen sollten dann fahren wir mit dem Zug.
In Nonnenhorn lag auch schon sehr viel Schnee- Tendenz steigend. Wir stellten unser Auto ab und waren froh nicht mehr fahren zu müssen. So schrecklich die Fahrt auch war, als ich aus dem Auto ausstieg, war das laufen im Schnee extrem angenehm. Da ich ja warme Füße hatte war es kein Problem im Hof Barfüßig im Schnee zu laufen.
Ich klingelte, damit unsere Vermieterin weiß das wir angekommen sind. Sie hatte sich schon Sorgen gemacht, dachte sich aber das wir wegen dem Schnee wohl etwas später ankommen würden.
Von meiner Barfüßigkeit hatte sie keine Notiz genommen.
Sie führte uns in unsere Wohnung und wir packten erst einmal aus. ANGEKOMMEN!!!
Ich fühle mich schon gleich nach der Ankunft wie Zu hause. Auch Fina gefällt es hier sehr gut. Sie läuft durch das Haus als wäre es ihres :-)
Der Urlaub kann beginnen.
Es hörte an diesem Tag nicht auf zu Schneien. Wir sind dann noch kurz raus, damit Fina sich erleichtern kann aber es war nicht sehr schön. Der Schnee preschte nur so ins Gesicht.
Jetzt fragt ihr euch: War ich Barfuß draußen? Nein, war ich nicht. Das war mir dann echt zu kalt. Ich hatte meine Winterneopren dabei und war echt froh darüber. Fina fand es toll das so viel Schnee lag. Sie sprang wie ein Schneehase durch den inzwischen schon fast Kniehohen Schnee und freute sich des Lebens.
Kniehoch war der Schnee, für Fina sogar höher.

Wir sind dann noch Richtung See, aber es war kein Vergnügen. Nicht nur das die Wege sehr eng waren, nein, sie waren auch sehr Glatt. Schatzi hat sich zwei oder dreimal "hingelegt". Ich konnte mich auf den Füßen halten aber oftmals gerade so. Dennoch gibt es einen gewaltigen Unterschied, wenn man zu rutschen beginnt, ob man Schuhe an hat oder Minimalschuhe (in meinem Fall Surflinge).
Man kann meiner Meinung nach schneller Reagieren. Auch habe ich bemerkt, das der ganze Fuß mitarbeitet, so als wäre man Barfuß. Das ist im Schuh nicht möglich. Natürlich ist es so das man mit Surflingen schneller Rutscht weil sie kein Profil haben, aber die Füße gleichen das aus. Ich bin sehr vorsichtig gelaufen, hab darauf geachtet wie ich mit den Füßen aufsetze und bin so sehr gut durch den Schnee gekommen.
Irgendwann sind wir wieder zum Gästehaus weil es echt keinen Sinn machte noch länger im Schneegestöber rum zu laufen.
Am nächsten Tag hatte sich das Wetter beruhigt. Es viel kein Schnee mehr und die Menschen konnten erst einmal Wege freischaufeln damit man von A nach B kommt. Es war Silvestermorgen. Wir packten unsere Sachen zusammen und fuhren mit dem Zug nach Lindau.
Ob da noch ein Zug kommt?
Wir machten unsere übliche Runde, doch an diesem Tag machte es nicht so viel Spaß. Weil auch hier in Lindau nur sehr enge Wege frei waren, ballte sich die Zusammenkunft mit anderen Menschen.
Enge Wege an der Promenade
Das wurde uns schnell zu viel. Man konnte nicht ausweichen außer man trat in den Tiefschnee und das wollte natürlich keiner. Sonst hätte man sehr schnell nasse Hosenbeine gehabt. Wir schlenderten Richtung Innenstadt. Aber auch hier waren die Wege sehr eng. Wir holten uns einen Glühwein und gingen Richtung Barfüßerplatz. Da wollte ich natürlich ein Foto machen.
Das Foto musste einfach sein :-)

Bisher hatte ich den Platz immer übersehen. Aber ich habe einen Link von einen anderen Barfüßler bekommen, der mich darauf aufmerksam machte. Deshalb habe ich beschlossen beim nächstenmal dort ein Foto zu machen.
Natürlich hatte ich auch an diesem Tag meine Winterneopren an. Aber für das Foto habe ich sie ausgezogen. Es war in der Kürze der Zeit zwar angenehm dort Barfüßig zu sein, aber ich merkte schnell das meine Neoprenschuhe durchaus eine Berechtigung hatten. Niemals hätte ich es den ganzen Tag ohne Fußschutz ausgehalten. Es war einfach zu kalt.
Weil für uns an diesem Tag eindeutig zu viele Menschen in Lindau anwesend waren, sind wir mit dem Zug wieder zurück nach Nonnenhorn. Dort haben wir es uns in unserer Wohnung gemütlich gemacht und haben entspannt auf den Jahreswechsel gewartet.
Um Mitternacht sind wir in der Wohnung geblieben weil unsere Fina extremen Stress hatte. So konnten wir natürlich nicht nach draußen um das Feuerwerk zu sehen. Also blieben wir zuhause und sahen uns das Spektakel von unserem Balkon aus an.
Skurrile Formen :-)
Am Neujahrstag sind wir durch die Apfelplantagen Richtung Wasserburg. Dort wollten wir noch ein paar Winterfotos schießen. Die Strecke von Nonnenhorn nach Wasserburg ist Winter wie Sommer sehr schön zu laufen. Aber auch hier hätte ich es nicht Barfüßig geschafft.
Weg Richtung Wasserburg
Schon in Wasserburg merkte ich wie meine Füße immer kälter wurden. Da ich viel auf eisigen Flächen stehen musste, merkte ich die Kälte schnell.
Wasserburg

Als wir unsere Fotos gemacht hatten sind wir auch schon wieder zurück gelaufen. Die warme Wohnung rief ;-)
Die Tage vergingen wie im Fluge. Der Abreise Tag war gekommen. Gott sei Dank hatte es nicht mehr geschneit, so konnten die Straßen vom Schnee befreit werden und die Fahrt nach Hause war sehr entspannt. Auch war ich froh, das ich dann wieder Barfuß sein konnte, denn vom Haus über den Hof ins Auto, das ging gut (Auch das bepacken des Autos).
Der Urlaub war echt schön. Ich habe es zwar nicht geschafft die meiste Zeit Barfüßig zu bleiben, dennoch konnte ich Interessante Erfahrungen machen. Frischgeschneiter Pulverschnee ist für kurze Zeit sogar Richtig angenehm und es macht Spaß im Schnee zu laufen. Schneematsch geht gar nicht so wie Kälte und Nässe. Der Urlaub im Tiefschnee war trotzdem Spaßig. Das findet auch unsere Hündin Fina. Die hatte ( Barfüßig dafür im Mäntelchen) Richtig viel Spaß! :-)

 

Fina hat Spaß im Schnee!!






































Samstag, 27. Dezember 2014

Barfußanekdote: Es hat geschneit, zieh Schuhe an!

Fußabdruck im Schnee
Dieser Winter hat sich bekanntlich bis jetzt von seiner warmen Seite gezeigt. Für mich ist das wunderbar, denn so konnte ich weiter Barfüßig bleiben. Bis auf ein paar wenigen Ausnahmen, wenn es nass und kalt war, oder wie Anfang Dezember als es schneite, war das Wetter Barfuß tauglich.
Weihnachten fiel zunächst kein Schnee, aber das sind wir ja solangsam auch gewohnt.
Doch am zweiten Weihnachstfeiertag hatte Petrus für die Schneefans eine Überraschung parat. Er lies es Schneien.
Wir wollten an diesen Tag zu Schatzis Eltern zum Weihnachtsessen. Also stand ich gegen neun Uhr auf, um gemütlich noch einen Kaffee zu trinken. Schatzi warnte mich schon vor: Es hat geschneit.
OK, mal sehen wie der sich heute anfühlt. ( Irgendwie freute ich mich drauf).
Weiter meinte Schatzi:" Meine Mutter hat mir eine Nachricht geschickt. Sie Schreibt: Es hat geschneit, Karo soll Schuhe anziehen!" :-)
Echt jetzt?. Sie sollte mich eigentlich inzwischen so gut kennen, und wissen, das ich das nicht mache.
Ich muss doch nur vom Haus ins Auto und vom Auto ins Haus. Da brauche ich echt keine Schuhe.
Im Gegenteil, ich war gespannt wie der Schnee sich heute anfühlt.
Schöner weicher Schnee

Als wir gingen, stapfte ich erst einmal durch den Schnee. Es war herrlich. Nicht so wie beim ersten mal, als der Schnee eiskalt, nass und matschig war. Der echt weh getan hat. Nein- der hier war weich und angenehm zu laufen. Zumindest auf der kurzen Strecke zur Garage. Das war ein Glücksgefühl wie ich es kaum beschreiben kann.
Auf der Alb angekommen, musste Schatzis Mutter feststellen das ich wieder Barfüßig gekommen war. Sie schüttelte sich bei der Vorstellung wie kalt die Füße doch sein müssten- nach ihren Vorstellungen-.
Auch wenn ich ihr immer wieder versichere das es nicht so ist, glaubt sie mir nicht.
Weil ich den Schnee so toll fand, bin ich mit den Hunden raus in den Garten. Auf der Terasse hüpfte und sprang ich wie ein kleines Kind durch den Schnee. Schatzis Papa dachte sich bestimmt: Die hat sie doch nicht alle, doch äußerlich grinste er nur frech und gönnte mir den Spaß.
Ich sprang noch eine kurze Zeit mit den Hunden durch den Garten, was denen sichtlich genauso viel Spaß bereitete wie mir.
Allerdings habe ich leider keine Hundepfoten und so wurde es langsam doch ein bisschen kalt. Ich ging wieder rein und genoss es und freute mich, wie schnell die Füße sich wieder aufheizen konnten.
Und weil das so viel Spaß gemacht hat, habe ich das ganze noch ein paarmal wiederholt. An diesem Tag hatte ich mir eine Spaßige Kneippkur gegönnt. Keiner der Schuhträger konnte auch nur erahnen wieviel Spaß das gemacht hat. Leider sind sie auch nicht dazu bereit es mal aus zu Probieren.
Schade, sie wissen nicht was ihnen entgeht.
Leider wurde der Schnee immer nasser und Matschiger und somit ist es auch kein wirklicher Spaß mehr durch den Schnee zu laufen.
Am nächsten Tag hatte es wieder geschneit. Ich musst noch zur Apotheke die nicht weit von meinem Haus weg ist. Also beschloss ich Barfüßig dort hin zu gehen. Am Anfang, als die Füße noch warm waren, fühlte sich der Schnee wieder schön weich an. Doch mit der Zeit merkte man, das er doch sehr nass und matschig war. Länger hätte die Strecke, die ich zurücklegen musste, nicht sein dürfen sonst hätte ich Kapitulieren müssen. Aber in der Apotheke lag ein Teppich um die Nässe auf zu fangen die die Schuhträger reinbringen. Auch ich Profitierte davon und konnte meine Füße trocknen. Die Fußbodenheizung machte das ganze zu einen angenehmen Erlebnis. So (schon wieder aufgewärmt ) konnte ich den Weg nach Hause ansteuern. Auch hier wurden meine Füße schnell wieder kalt.
Doch ich habe es geschafft und es war trotz eisiger Füße ein toller Erlebnis.
Also-
kurze Zeit im Schnee (auch wenn er nass ist) ja, auf jeden Fall. Diese Gefühl muss man mal erleben.
Fußabdrücke im Schnee, probiert es selber mal aus...

Sonntag, 21. Dezember 2014

Hafen Weihnacht in Lindau auf baren Sohlen!

Fina und ich am Eingang des Weihnachtsmarkts
Ich bin zwar kein Weihnachtsmarkt -Touri, aber auf die Hafen Weihnacht in Lindau gehe ich sehr gerne. Dieser kleine Markt am Hafen ist wirklich was ganz besonderes. Letztes Jahr waren wir zum ersten mal dort und mir war klar, da muss ich wieder hin. Mit einem kleinen Unterschied. Dieses mal ging ich Barfuß.

Petrus hatte es gut mit uns gemeint. Es war trocken und nicht zu kalt. Letztes Jahr war es deutlich kälter. Bei ca.10°C aber immernoch Glühweintauglich :-).
Wie schon ein Jahr zuvor fuhren wir mit dem Zug um hab Zehn von Balingen los. Für Fina nehme ich immer eine kleine Decke mit damit sie bei der Zugfahrt nicht auf dem kalten Boden liegen muss. Diese Decke kam mir dieses Jahr auch zugute. Ich konnte meine Füße darauf "Parken" und das war sehr angenehm. In Aulendorf mussten wir umsteigen um den Zug nach Lindau zu nehmen.
Wir sind mit dem Baden-Württembergticket gefahren und haben dafür 31 Euro bezahlt.
Nach insgesammt zweistündiger Fahrt sind wir wohlbehalten in Lindau angekommen.
In Lindau sind wir erst einmal "um`s Eck" damit Fina sich erleichtern kann wenn sie möchte. Nicht das sie auf dem Weihnachtsmarkt auf die Idee kommt, das wäre ganz ungeschickt. :-)
Nachdem wir den Seeblick genossen haben sind wir langsam Richtung Markt. Natürlich mussten wir erst einmal ein Foto "schießen" damit wir beweißen konnten das ich Barfüßig dort war. Es war übrigends sehr angenehm Barfuß zu laufen, ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Aber das ist eh meine Taktik. Immer vom schlimmsten ausgehen, dann kann es nur noch besser werden ;-) .
Natürlich wurde ich auch hier ständig angesprochen. Aber das bin ich ja schon gewöhnt. Viele neugierige erstaunte Mitbürger/ innen die es Taff fanden das ich hier Barfüßg unterwegs war. An diesem Tag gab es auch keine dummen Kommentare sondern nur Zuspruch und Bewunderung.
Als erstes steuerten wir einen Stand an, den wir besonders mögen. Das ist eigendlich eine Metzgerei aus Österreich die dort einen rießen Stand hat, wenn man das noch so nennen kann.
Glühwein trinken im Märchenwald
Märchenwald wird das genannt und der Name ist echt passend. Auch Kinder kommen hier voll auf ihre Kosten. Man kann hier darin rumlaufen wie in einem Wald. Waldtiere ( ausgstopfte) kann man hier bewundern, aber auch lebendige Tiere wie Hasen und Ziegen sind hier zu sehen.
Auszeit :-)
Während die Kinder die Ziegen bestaunen und manchmal auch streicheln können, sind gleich nebenan Stehtische wo die Eltern sich einen Glühwein oder Punsch genehmigen können. Das alles ist überdacht, mit gaaanz viel Holz und Tannenreisig ausgestattet und hat ein unglaubliches Flair dem man sich nicht entziehen kann. Wir lieben es hier unseren Glühwein zu trinken, es ist einfach schön. Und das gute daran ist noch, das hier überall Rindenmulch ausgestreut ist um so vor Kälte zu schützten. Wenn man Barfüßig ist, weiß man das noch mehr zu schätzen.
Holzschnitze schützen vor Kälte

Mein nächster "Magischer" Anziehungspunkt ist ein Stand der Churros verkauft.
Ich liebe diese Dinger. An kalten Tagen und dann noch auf dem Weihnachtsmarkt... hmmmm echt Lecker. Ich kann nur empfehlen, das mal aus zu Probieren. Nachdem wir ein bisschen auf dem Markt geschlendert sind, ließen wir es uns natürlich nicht nehmen noch durch Lindau zu streifen.
Weihnachtsmarkteinblicke
Rapunzelturm

Es ist einfach eine schöne Stadt. Beim Rathaus gibt es auch noch einen Stand an dem man so manche leckerei sich gönnen kann. Dieser Stand könnte glatt ein Ableger vom Märchenwald sein nur eben viel kleiner. Auch hier ist ein Teil überdacht, alles aus Holz und  der Boden ist auch mit Holzschnitzel bedeckt. Auch hier gönnen wir uns immer noch einen Glühwein. Hier kann man gut stehen und die Leute beobachten. Das machen wir immer ganz gerne. :-)
Irgendwann wird es dann mal an der Zeit das Bläschen zu lehren. Denn der Kaffee am Morgen und der Glühwein wollen ja nicht ewig im Körper verweilen. Wir gehen immer ganz gerne in die "Nordsee"( natürlich in den Schnellimbiss :-) )Dort wärmen wir uns immer auf, trinken einen Kaffee und erleichtern uns unserer Notdurft. Dannach wird weiter durch Lindau geschlendert und wieder Richtung Hafen gegangen. Dort haben wir uns eine ganze weile aufgehalten weil wir neben bei noch ein wenig Fotografiert haben. Man kann so oft an den Bodensee gehen wie man will. Zum Fotografieren gibt es immer was. So sind auch wir unserer kleinen Leidenschaft ein bisschen nachgegangen.
Lindau mal aus einer anderen Perspektive

Trennung?

Irgendwann wurde Schatzi von zwei älteren Damen angesprochen ob er nicht ein Foto von ihnen machen könnte. Natürlich kann er. Wir sind ins Gespräch gekommen. Schatzi mit der einen ich mir der anderen. Natürlich blieb meine Barfüßigkeit auch von ihnen nicht unentdeckt. Ich erzählte ein bisschen wie es dazu kam und wie es mir mit meiner Barfüßigkeit so geht. Die Damen waren sichtlich beeindruckt und auch interessiert. Das übliche Gespräch lief ab. Ist es nicht zu kalt? Was machen sie im Winter ( haben wir nicht Winter?? ;-)) ok, ich weiß was sie gemeint hat. Den Schnee natürlich.u.s.w. Es war ein nettes Gespräch. Dann kam plötzlich eine Hundebesitzerin vorbei die mich dann voll in Anspruch nahm. Fand ich dann ein bisschen blöd weil ich mich ja gerade mir der Dame unterhalten hab. Aber gut. Erst versuchte ich beide zu unterhalten aber das hat mich dann doch überfordert.Aber die Dame hat sich dann Schatzi und der andern Dame zu gewannt so konnte ich der anderen Hundebesitzerin meine volle Aufmerksamkeit schenken. Auch diese war voll begeistert das ich hier "so" rumlaufe. Sie erzählte mir eine Geschichte warum sie nicht Barfußlaufen kann. Diese Geschicht war so skurril das ich es bis heute nicht geschafft habe sie zu verstehen. Aber egal, es war eh nur wieder eine Ausrede warum man nicht Barfuß laufen kann, auch wenn ich anderer Meinung bin.
Inzwischen war es spät geworden. Die Sonne war schon untergegangen und ich wollte nochmal unbedingt eine Portion Churros holen bevor wir wieder auf unseren Zug mußten. Wir verabschiedeten uns und gingen nochmal Richtung Markt.

Rudolf goes to Lindau :-)
Jetzt, nachdem alle Lichtlein eingeschalten waren nahm der Markt seinen besonderen Reiz an. Allerdings waren jetzt auch viel mehr Leute unterwegs. Wir holten uns noch schnell unsere Churros, aßen noch schnell ne Rote Wurst, und gingen dann noch zum Abschluß nocheinmal in den Märchenwald um einen Glühwein zu trinken. Da es jetzt eh zu voll für unseren Geschmack wurde und unser Zug auch demnächst kam, verliesen wir den Markt und gingen Richtung Bahnhof.
Ok, weit ist das ja nicht. Bahnhof und Markt liegen ja nebeneinander. Das wiederum macht das ganze so Attraktiv. Denn man kann was trinken und muss dann nicht mehr Autofahren. Der Zug bringt einen sicher Nachhause.
 
Auf der Heimfahrt



Fina ist müde :-)
 So ging ein schöner Tag zu Ende. Schön war es wieder hier in Lindau!  Barfußlaufen kann man hier auf dem Markt sehr gut. Die Füße werden oft von der Kälte durch Rindenmulch geschützt und ansonsten läuft man hier auf asphaltierten Boden. In der Stadt dürfen die Füße Kopfsteinpflaster betreten. Ich mag das, da haben die Füße immer etwas zu tun.  Barfüßig in Lindau?? Auf jeden Fall!!!
Wir kommen ganz sicher wieder und ich natürlich wenn es geht Barfuß! :-)

Allein?!
Leerer Bahnsteig


Der Baum und ich :-)

Auch andere Bäume weden geschmückt

Der Lindauer Löwe und die Berge

Der Weihnachtsmann auf Spionagetour?


Warten auf eine leckere Seele

Fina und ich im Sonnenuntergang